Jahresrückblick 2025

Erfahren Sie in diesem Jahresrückblick 2025 mehr über unsere Aktivitäten in Österreich und unsere Projektreisen 2025.

Im April war unser Mitbegründer und Obmann-Stellvertreter, Dr. Christian Gruber, auf Projektreise in Indien und Bangladesch. Einer der Schwerpunkte seiner Reise war die Weiterentwicklung der medizinischen Projekte, die dann heuer im weiteren Verlauf des Jahres umgesetzt bzw. in die Wege geleitet wurde. Es wurden neue Standorte für unsere Mobile Clinic in Kilgaun und Gandaria gemietet und diese so ausgestattet, dass die Qualität unserer medizinischen Arbeit auf ein höheres Level gehoben werden konnte. Anfang 2026 werden wir noch weiteres medizinisches Equipment wie ein großes Ultraschallgerät, ein EKG, ein klinisch-biochemisches Analysegerät, einen Hämatologie-Analysator etc. kaufen, um das Niveau unserer Arbeit weiter zu steigern. Ziel ist es, mehr Untersuchungen selbst durchführen zu können bzw. auch Blutproben etc. selbst auswerten zu können. Somit werden wir langfristig Kosten sparen können. Zusätzlich zu unseren beiden männlichen Doktoren konnte im zweiten Halbjahr 2026 auch eine lokale Ärztin angestellt werden, die nun jeden Tag in unserer Klinik in Manda im Einsatz ist und somit den Bereich der Frauengesundheit bestens abdecken kann.

Am 1. Mai trat erstmals Roland Düringer für uns auf. Im mit fast 350 Personen ausverkauften Odeion Salzburg gab er seinen sehr erfolgreichen „Regenerationsabend 2.0“ zum Besten. In diesem kurzweiligen Stück wird stark auf Impulse des Publikums eingegangen und somit gleicht keine der Vorstellungen einer anderen. Beim durchwegs durch Sponsoring zustande gekommenen Buffet gab es Zeit für Austausch mit vielen Menschen, die hier den ersten Kontakt zu Austrian Doctors hatten. Es war ein überaus gelungener Abend.

Wie auch in den vergangenen Jahren waren wir im Mai wieder Charity Partner beim „One Mile for a Smile“ Integrationslauf. Mit unserer laufbegeisterten Truppe war es wieder eine große Freude, an diesem Event teilzunehmen und die gute Stimmung aller TeilnehmerInnen zu spüren.

Ebenfalls im Mai schied unser Gründer und langjährige Obmann, Dr. Werner Waldmann, bei unserer Mitgliederversammlung aus dem aktiven Vorstand aus. Er ist aber als „Ehrenobmann“ weiterhin im Verein präsent und wir sind dankbar und froh, ihn auch weiterhin an unserer Seite zu haben. An Dr. Waldmanns Stelle kam die Lehrerin Mag.a Helga Längauer-Hohengaßner neu in unseren Vorstand. Mit ihrer langjährigen Erfahrung im Bildungsbereich ist sie die perfekte Ergänzung in unserem Vorstand, um zu helfen, unsere Bildungsprojekte weiter zu verbessern und den langfristigen Erhalt dieser Projekte sicherzustellen. Wir sind glücklich, nun einen Vorstand zu haben, der aus drei Frauen und drei Männern besteht, die sich alle ehrenamtlich sehr stark für unsere Projekte engagieren.

Im August waren wir erstmals mit einem Infostand bei den Salzachgalerien vertreten. Das Interesse an unserer Arbeit war groß, und wir konnten auf diesem Wege viele neue Kontakte knüpfen und auf die anstehenden Veranstaltungen aufmerksam machen.

Im September startete eine große Reisegruppe nach Kenia, bestehend aus den Vorstandsmitgliedern Dr.in Pia Nigisch, Mag.a Helga Längauer-Hohengaßner, unserem Obmann Dr. Christian Gross sowie unserer Geschäftsführerin Mag.a Isabella Röhrich. Sie wurden von einem Filmteam begleitet. Die Reise nach Kenia war geprägt von bewegenden Begegnungen und positiven Entwicklungen in den Projekten. Bei der MAA Eroret Schule war die feierliche Eröffnung der Boarding School ein besonderer Höhepunkt. 54 Mädchen sind bereits eingezogen und haben nun einen sicheren Ort zum Wohnen und Lernen. Der strukturierte Tagesablauf verbindet Unterricht, Lernzeiten, Sport und Gemeinschaft. Die abendlichen Studienzeiten werden inzwischen auch von vielen externen SchülerInnen genutzt. Die Eroret School wächst weiter und wird aktuell von 322 Kindern besucht. Das Landwirtschaftsprojekt und der Brunnen funktionieren gut, und auf dem schuleigenen Feld lernen die SchülerInnen nicht nur über den Gemüseanbau, sondern es wird auch ein Großteil des Schulessens dort selbst angebaut. Mit der engagierten Sozialarbeiterin Christine und den Rainworkern werden Familien begleitet und wichtige Workshops in der Community angeboten. Homevisits zeigten erneut die große Armut und die Dringlichkeit von Bildung. In Awasi wurden das neue Community Center und der Brunnen eröffnet. Durch den Brunnen können auch hier landwirtschaftliche Projekte starten und es ist sauberes Trinkwasser verfügbar. Ein Medical Camp versorgte rund 450 Menschen, bei dem Dr.in Pia Nigisch als Gynäkologin im Einsatz war und Dr. Christian Gross als Allgemeinmediziner. Frauengruppen stärken durch kleine Einkommensprojekte ihre Familien. Auch die Nursery School entwickelt sich sehr gut.

Im Oktober flog unser Geschäftsführer Severin Schwaiger M.A. für zwei Wochen nach Bangladesch und Indien auf Projektreise. Mit im Gepäck hatte er die neuen Kindesschutzrichtlinien der Austrian Doctors, die in allen Projekten besprochen wurden und von nun an in den jährlich stattfindenden „Child Protection Workshops“ verinnerlicht werden. JedeR MitarbeiterIn muss auch unterschreiben, alles verstanden zu haben und anhand dieser Richtlinien zu handeln. Die Schulprojekte in Bangladesch laufen weiterhin sehr gut. Im Trainingcenter konnte sich Schwaiger ein Bild vom Ablauf der verschiedenen Kurse machen. Mit dem medizinischen Team fuhr er zu den verschiedenen neuen Standorten der „Mobile Clinic“  und verbrachte auch viel Zeit im Medical Center in Manda. Der neue Projektstandort in Gazipur, wo 2026 der Spatenstich zum „Elisabeth Bernecker Community and Health Center“ erfolgen wird, wurde ebenfalls besichtigt. Nach einer Woche ging es weiter nach Indien, wo er sich auch einen guten Überblick über den Stand der Dinge in den Projekten machen konnte. Wie in der Vergangenheit war es eine Freude, die motivierten LehrerInnen in der St. Francis Assisi Schule wiederzusehen und den Schulalltag mit fast 500 SchülerInnen mitzuerleben. Der Unterricht läuft gut, und die weiteren Projekte in Howrah mit den medizinischen Projekten im „Golden Heaven“ ermöglichen auch immer viele Menschen Zugang zur medizinischen Grundversorgung, die diesen sonst nicht hätten. Bei der Partnerorganisation Kamina konnte er einen Tag im Ashram (Altersheim für Menschen, die sonst obdachlos wären) mitleben und auch ein medizinisches Camp in einer der unzähligen Ziegeleien besuchen. Die Armut ist in beiden Ländern leider noch sehr groß, und somit auch der Bedarf an unserer Arbeit. Es war aber wieder eine große Freude, so viele engagierte MitarbeiterInnen anzutreffen, die uns vor Ort so tatkräftig unterstützen, die Projekte umzusetzen.

Im Oktober veranstalteten wir ein SpenderInnentreffen mit Schwerpunkt Kenia. Die von der Projektreise frisch zurückgekehrten Vorstandsmitglieder berichteten von ihren Erkenntnissen während der letzten Projektreise. Das Interesse war groß und daher ist es ein Format, welches wir auch 2026 beibehalten möchten.

Im November fand unsere erste Erbrechts-Informationsveranstaltung statt. In einem kleinen, vertraulichen Rahmen wurden wir durch unseren Erbrechtsexperten durch das österreichische Erbrecht geleitet und es gab jederzeit die Möglichkeit, Fragen zu stellen und diese auch ausführlich beantwortet zu bekommen. Da die Themen immer wieder durch Beispiele aus der Praxis veranschaulicht wurden, war es ein sehr kurzweiliger Abend. Auch hier haben wir gesehen, dass durchaus Interesse an diesem Thema besteht und daher wird es auch 2026 wieder zumindest eine Erbrechts-Informationsveranstaltung geben.

Am 22. November fand das bisher größte Benefizkonzert der Austrian Doctors statt. 750 BesucherInnen kamen in den „Großen Saal der Stiftung Mozarteum“ in Salzburg, um bei der Veranstaltung „Tod eines Pudels“ mit dabei zu sein. In diesem sehr kurzweiligen Programm von und mit Angelika Kirchschlager und Alfred Dorfer geht es in erster Linie um die Komik in der Klassik geht. Besonders um die unfreiwillige. Er will das alles verstehen. Und wer wäre geeigneter, ihm die Branche näher zu bringen als sie? Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und eine tolle Möglichkeit für uns, auch mit neuen SpenderInnen in Kontakt zu treten.

Während die erfolgreiche Benefizveranstaltung noch in uns nacharbeitete, erreichte uns eine erschütternde Nachricht aus Bangladesch: das Armenviertel Korail in Dhaka, in dem wir auch eine Schule sowie ein medizinisches Projekt betreiben, stand in Flammen. Tags darauf war klar: das Schulgebäude steht noch, aber die Familien unserer SchülerInnen hatten so wie zigtausende andere BewohnerInnen alles in den Flammen verloren. Sofort starteten wir mit einem Nothilfeprogramm und das lokale Team vor Ort begann, essen zu kochen. Das primäre Ziel war, die Familien unserer SchülerInnen zu unterstützen, die Nothilfe war für etwa 1.250 Personen angedacht. Da aber so großer Bedarf war, wurden täglich bis zu 2.000 Personen mit Essen versorgt. Da die Familien wie gesagt alles in den Flammen verloren hatten, kauften wir auch Decken, Flugdächer und Geschirr, um sie damit auszustatten und das Überleben zu sichern. In „Salzburg heute“ wurde im ORF ein Beitrag zu unserer Nothilfe veröffentlicht und ein Nothilfemailing trug dazu bei, die Kosten der Nothilfeunterstützung Großteils zu decken.

Wie jedes Jahr bildete unser Stand am karitativen Weihnachtsmarkt in Salzburg einen würdigen Abschluss unseres Jahres. Vom 12.-18. Dezember durften wir den Stand betreiben, was durchwegs durch eine Vielzahl von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen gemacht wird. Durch die heuer kalten Temperaturen war unser Angebot an hausgemachtem (Kinder-) Punsch und Glühwein sehr gefragt. An manchen Abenden spielten befreundete MusikerInnen weihnachtliche Livemusik, was dem Ganzen einen noch besondereren Zauber gibt.

Von Herzen möchten wir uns bei all unseren ehrenamtlichen MitarbeiterInnen bedanken, die uns im gesamten Jahr so tatkräftig unterstützt haben. Unser Dank gilt auch unseren ca. 150 MitarbeiterInnen in den Projekten in Bangladesch, Indien, Kenia und Äthiopien, die uns bei der Umsetzung vor Ort herausragend unterstützen. Und ein großer Dank gilt natürlich unseren SpenderInnen, ohne die wir unsere Projekte niemals umsetzen könnten.

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