Aufforstung in Kenia

Die Folgen des Klimawandels, die wir auch in Österreich bereits stark spüren, sind in Ländern wie Kenia ungleich stärker.

Die Regenzeit kommt nicht mehr verlässlich. Teilweise kommt der Regen, und sobald die Pflanzen sprießen, ist er wieder weg – sodass die Keimlinge vertrocknen. Wenn es dann doch wieder regnet, kommen oft solche Mengen, dass alles überschwemmt wird und die überlebenden Pflanzen eingehen. Die Folgen für die Bevölkerung in Bezug auf die Lebensmittelsicherheit sind fatal.

Außerdem können die trockenen Böden die Wassermassen nicht aufnehmen, sodass Sturzfluten ganze Dörfer unter Wasser setzen. Auch fegen oft Stürme mit so großer Wucht übers Land, dass sie alles mit sich reißen und großes Leid anrichten.

Zusätzlich werden auch in Kenia die heißen Tage immer heißer, was Menschen, Tiere und Pflanzen gleichermaßen vor große Herausforderungen stellt.

Aufforstungsprogramm

Um diesen Problemen entgegenzuwirken, starten die Austrian Doctors im Jahr 2024 ein Aufforstungsprogramm, welches in Kooperation und durch finanzielle Unterstützung mitunter durch „Hotelsforfuture.at“ und „Das grüne Hotel zur Post“ in Salzburg umgesetzt wird. Das Projekt wird zu gleichen Teilen bei den beiden Projektpartnern der Austrian Doctors – der MAA Eroret Schule und der Mary Hill Community Based Organisation – umgesetzt.

Eine Chance für diese und künftige Generationen

Nicht nur die Projektpartner, sondern auch Menschen aus der Community, setzen das Projekt um. Zum Start und seitdem fortan gibt es Workshops rund um das Thema Bäume pflanzen. Somit sind die TeilnehmerInnen in der Lage, sich die besten Bäume für ihre Umgebung auszusuchen. Analysen des Bodens sollen helfen, diese Entscheidungen zu treffen. Je nach dem Bedarf der Menschen wird zwischen Obstbäumen, Schatten spendenden Bäume und Bäumen, die den Wind brechen, unterschieden.

Das Projekt startete in kleinerem Umfang mit einem Gesamtbudget von € 5.000 in die Pilotphase. Nun, da sich alles gut bewährt hat, wird es Schritt für Schritt, auch abhängig vom Spendenaufkommen, ausgeweitet. Durch die lange Lebensdauer von Bäumen werden auch noch künftige Generationen von diesem neuen Projekt profitieren.

"Bäume zu pflanzen ist eine nachhaltige Maßnahme gegen den Klimawandel. Somit können wir für mehr Schatten sorgen und den Wind etwas einbremsen. Außerdem haben die Familien großen Nutzen durch Obstbäume. Wir können unseren Kindern durch dieses Projekt einen lebenswerteren Platz auf dieser Erde hinterlassen."

John – Leiter der MAA Eroret School

Unsere Arbeit und die SDGs

Folgende UN Sustainable Development Goals (SDGs) werden mit Hilfe dieses Projektes vorangetrieben:

Das Projekt im Überblick

  • Unsere Projekt­standorte befinden sich in Loodoriak sowie in Awasi, Kenia
  • Das Projekt startete 2024

Projektbeschreibung zum Herunterladen

Information zu unseren Partnern

Die Leitung der Eroret Schule obliegt John Kintalel. Gemeinsam mit seiner Frau Esther und einem starken Team leitet er die Schule, ein landwirtschaftliche Projekt, ein Aufforstungsprojekt sowie das Wasserprojekt.

In Awasi ist die lokale NGO „Mary Hill Community Based Organisation“ verantwortlich für die Umsetzung des Projekts. Seit Beginn 2017 sind die Austrian Doctors Partner der Mary Hill Community Based Organisation und bauten gemeinsam die Nursery School, das Community Center sowie das Wasser- und ein Aufforstungsprojekt auf.

Wir unterstützen auch ein landwirtschaftliches Projekt in Kenia
Dank eines 2023 von Austrian Doctors erbauten Brunnens bei der MAA Eroret School, war es möglich 2024 mit einem landwirtschaftlichen Projekt zu starten. Durch die Bewirtschaftung der Felder um die Schule, kann der Großteil des Schulessens selbst angebaut werden. Außerdem haben die SchülerInnen so die Möglichkeit, praxisnah in modernen Methoden der Landwirtschaft ausgebildet zu werden.