Medizinische Projekte in Kenia

Das Thema der fehlenden medizinischen Basisversorgung ist in Kenia ein großes. Zu den ganz großen Herausforderungen zählen HIV, Unterernährung, Malaria, FGM – um nur einige zu nennen. Während es durch die Regierung eigentlich Programme gibt (gewisse Gratisimpfungen, gratis Medizin,…), kommen diese bei der oft verarmten, ländlichen Bevölkerung meist nicht an. An beiden kenianischen Projektstandorten engagieren wir uns daher zusätzlich im medizinischen Bereich.

Medizinische Versorgung

Im Internat der MAA Eroret School stehen dafür eigene Räumlichkeiten zur Verfügung, die einmal im Monat von kenianischem Gesundheitspersonal genutzt werden. Das Angebot richtet sich sowohl an die Schülerinnen und Schüler als auch an die Menschen aus der umliegenden Gemeinschaft, aus der die Kinder stammen.

Auch in Awasi wird monatlich ein medizinisches Camp durchgeführt, um Kindern und der lokalen Bevölkerung einen verlässlichen Zugang zur medizinischen Grundversorgung zu ermöglichen. Ergänzend dazu sind dort vierteljährlich SpezialistInnen wie ein Zahnärztin/-arzt, Augenärztin/-arzt sowie ein/e GynäkologIn im Einsatz.

Aufklärung und Prävention

Darüber hinaus unterstützen wir an beiden Standorten die Ausbildung von sogenannten Rainworkerinnen und Rainworkern. Diese geben ihr Wissen zu sexueller und reproduktiver Gesundheit in Dorfversammlungen weiter und leisten wichtige Aufklärungsarbeit innerhalb der Gemeinschaft. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Sensibilisierung für die Folgen der weiblichen Genitalverstümmelung, einer gesetzlich verbotenen Praxis, die trotz allem weiterhin existiert.

Ein weiterer wesentlicher Beitrag zur Gesundheitsvorsorge sind die Brunnenanlagen an der MAA Eroret School sowie in Awasi. Sie verbessern den Zugang zu sauberem Trinkwasser, helfen wasserbedingte Krankheiten zu reduzieren und ermöglichen zudem eine ausgewogenere Ernährung, etwa durch den Anbau von frischem Gemüse.

„Regelmäßige Check-ups sind lebenswichtig für nachhaltige Gesundheit. Wir sehen täglich, wie frühzeitige Untersuchungen Krankheiten erkennen, bevor sie lebensbedrohlich werden – und damit Leben retten.“

Christine – Leiterin der Mary Hill Community Based Organisation

Unsere Arbeit und die SDGs

Folgende UN Sustainable Development Goals (SDGs) werden mit Hilfe dieses Projektes vorangetrieben:

Das Projekt im Überblick

  • Unsere Projekt­standorte befinden sich in Loodoriak sowie in Awasi, Kenia
  • Das Projekt startete 2026

Projektbeschreibung zum Herunterladen

Information zu unseren Partnern

Die Leitung der Eroret Schule obliegt John Kintalel. Gemeinsam mit seiner Frau Esther und einem starken Team leitet er die Schule, ein landwirtschaftliche Projekt, ein Aufforstungsprojekt sowie das Wasserprojekt.

In Awasi ist die lokale NGO „Mary Hill Community Based Organisation“ verantwortlich für die Umsetzung des Projekts. Seit Beginn 2017 sind die Austrian Doctors Partner der Mary Hill Community Based Organisation und bauten gemeinsam die Nursery School, das Community Center sowie das Wasser- und ein Aufforstungsprojekt auf.

Wir unterstützen auch ein landwirtschaftliches Projekt in Kenia
Dank eines 2023 von Austrian Doctors erbauten Brunnens bei der MAA Eroret School, war es möglich 2024 mit einem landwirtschaftlichen Projekt zu starten. Durch die Bewirtschaftung der Felder um die Schule, kann der Großteil des Schulessens selbst angebaut werden. Außerdem haben die SchülerInnen so die Möglichkeit, praxisnah in modernen Methoden der Landwirtschaft ausgebildet zu werden.