Lisa Frost

Im Salzburger Lungau leben knapp 20.000 Menschen. Da kennt man sich. So ging es auch mir mit Werner Waldmann. Als Lungauerin wusste ich, wer er ist und auch von den Austrian Doctors hatte ich schon mal gehört. Durch die Produktion von Drucksorten für die Austrian Doctors habe ich Werner persönlich kennen- und schätzen gelernt. Seine mitfühlende Art, wie er spricht: mit einer Selbstverständlichkeit, Menschen helfen zu wollen. Überzeugend. Stark. Und voller Erfahrung durch all seine Erlebnisse als Kinderarzt in Österreich und weltweit.

Als Werner mir erzählte, dass er die Austrian Doctors auf die Zukunft vorbereiten und auf breitere Schultern verteilen will, dachte ich nur: „Was für ein vorausschauender und zeitgerechter Schritt“. Mit der Frage, ob ich ein Teil davon sein möchte, hatte ich nicht gerechnet. Ich bin keine Ärztin, habe keinen medizinischen Background und auch keinen pädagogischen. Aber ich verstehe etwas von Wirtschaft und Marketing. Damit versuche ich seit 2019 zu verstehen und zu unterstützen.

Vor meinem tatsächlichen Start im Vorstand wollte ich jedoch unbedingt in eines der Projekte reisen, um mir selbst ein Bild zu machen, was die Austrian Doctors ausmacht und was sie vor Ort leisten. Ich bin mit der damaligen Geschäftsführerin Maria Graf nach Kenia gereist, um mir die MAA Eroret School in Loodoriak (knapp 3 Stunden von Nairobi) anzusehen. Dort werden fast 300 Kinder unterrichtet, sie bekommen einmal täglich eine warme Mahlzeit und die Möglichkeit, ihre Zukunft durch Bildung zu verändern.

Durch Bildung die eigene Zukunft zu verändern und selbst in die Hand zu nehmen, liegt uns am Herzen. Deshalb haben wir auch gemeinsam mit unserem langjährigen Projektpartner ein Trainingcenter in Dhaka, Bangladesch, gebaut. Ziel des Trainingcenters ist es, der jüngeren Generation der Slumbevölkerung die Möglichkeit zu einer Berufsausbildung zu geben, um den jungen Erwachsenen so den Weg zu einem selbstbestimmten Leben zu eröffnen. Mit unserem einheimischen Team bieten wir unter anderem Kurse im Bereich Schneiderei und Nähen, Elektrotechnik, Gesundheits-, Ernährungs- und Hygienekurse. Geplant ist ein kontinuierlicher Ausbau und weitere Kurse im Technik-Bereich, um vor Ort benötigtes Wissen weiterzugeben und durch Bildung neue Chancen zu ermöglichen.

Für mich ist es bis heute noch erstaunlich, wie viel mit wenig verändert werden kann. Beispielsweise die Zukunft von Kindern und deren Familien. Für 9 Euro etwa kann ein Kind in Bangladesch ein Monat lang zur Schule gehen und bekommt dort täglich ein warmes Mittagessen. Ein kleiner Beitrag kann in manchen Gebieten Leben verändern. Nutzen wir unsere Chance und das Glück, helfen zu können.

Ihre Ing. Lisa Frost, BA
Kassier-Stellvertreterin der Austrian Doctors

Wir unterstützen weltweit Projekte

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