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Projektreise nach Eroret: Bildung schafft Zukunft

05.11.2026 | Kenia

Wie viel kann eine Schule im Leben eines Kindes verändern? Bei unserer Projektreise im Oktober 2026 nach Eroret in Kenia konnten wir erleben, welche Perspektiven durch Bildung, sichere Unterbringung und gemeinschaftliches Engagement entstehen. Besonders die Gespräche mit SchülerInnen, Eltern, ehemaligen Schülern und MitarbeiterInnen haben uns gezeigt, wie nachhaltig unsere Projekte wirken.

MAA Eroret School – ein Ort voller Möglichkeiten

Die MAA Eroret School in der Region Kajiado West bietet mehr als 300 Kindern Zugang zu Bildung und täglich einer warmen Mahlzeit. Neben dem Unterricht spielen auch die persönliche Entwicklung der Kinder, ihre Gesundheit und die Unterstützung ihrer Familien eine wichtige Rolle.

Ein besonderer Schwerpunkt unserer Projektreise war das 2025 eröffnete Mädcheninternat. Mittlerweile leben dort 61 Mädchen, die zuvor teilweise täglich mehrere Stunden zu Fuß zur Schule unterwegs waren.

Eine von ihnen ist die 13-jährige Neema. Seit 2026 lebt sie im Internat und kann sich dadurch besser auf die Schule konzentrieren. Im Gespräch erzählte sie uns von ihrem Schulalltag, ihren Lieblingsfächern und ihrer Begeisterung für Netball. Auch ihre Mutter berichtete uns bei einem Hausbesuch, welche Bedeutung die Schule und das Internat für ihre Tochter und die gesamte Familie haben.

Das Internat bietet den Mädchen nicht nur einen sicheren Schlafplatz, sondern auch regelmäßige Mahlzeiten, ausreichend Zeit zum Lernen und die Möglichkeit, ihre Freizeit gemeinsam zu gestalten.

Wenn ehemalige Schüler zurückblicken

Besonders bewegend war unser Gespräch mit den ehemaligen Schülern Gideon und Moses. Sie erinnerten sich daran, wie sich der Schulalltag im Laufe der Jahre verändert hat.

Früher mussten Kinder teilweise selbst Wasser von zu Hause mitbringen. Heute verfügt die Schule dank eines solarbetriebenen Brunnens über eine eigene Wasserversorgung. Auch die Lernbedingungen und die Infrastruktur haben sich deutlich verbessert.

Die beiden berichteten außerdem von den unterschiedlichen Lebenswegen ehemaliger SchülerInnen. Einige haben eine Berufsausbildung abgeschlossen, andere studieren oder arbeiten bereits als Lehrkräfte. Manche kehren sogar an die Eroret School zurück, um ihr Wissen an die nächste Generation weiterzugeben.

Diese Begegnung hat uns besonders eindrucksvoll gezeigt, wie Bildung weit über die Schulzeit hinaus wirken kann.

Wasser, Landwirtschaft und Nachhaltigkeit

Der 2023 errichtete Brunnen bildet auch die Grundlage für das landwirtschaftliche Projekt der Schule. Auf den schuleigenen Flächen wird Gemüse angebaut, das zur Versorgung der Kinder beiträgt. Gleichzeitig lernen die SchülerInnen wichtige Grundlagen nachhaltiger Landwirtschaft.

Ergänzt wird das Projekt durch Aufforstungsmaßnahmen, bei denen die Kinder für Umwelt- und Klimaschutz sensibilisiert werden.

Die Wasserversorgung bleibt jedoch eine große Herausforderung für viele Familien in der Region. Gerade während längerer Trockenperioden müssen Frauen und Kinder oft weite Wege zurücklegen, um Wasser zu holen. Das wirkt sich auch auf den Schulbesuch und die Teilnahme an Weiterbildungsangeboten aus.

Unterstützung über das Klassenzimmer hinaus

Ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist die Begleitung der Familien durch unsere Sozialarbeiterin Ruth, die zusätzlich als Rain Worker und Community Health Worker tätig ist.

Bei Hausbesuchen und Workshops unterstützt sie Familien, sensibilisiert für Kinderrechte und vermittelt Wissen zu Gesundheit, Familienplanung und Gewaltprävention. Auch die wirtschaftliche Stärkung von Frauen spielt eine wichtige Rolle. Durch Nähkurse, Computerschulungen und weitere Angebote erhalten Erwachsene die Möglichkeit, neue Fähigkeiten zu erwerben.

Die Gespräche mit den Projektverantwortlichen zeigten uns, dass sich bereits positive Veränderungen beobachten lassen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass gesellschaftlicher Wandel Zeit, Vertrauen und kontinuierliche Begleitung braucht.

Begegnungen, die bleiben

Unsere Projektreise nach Eroret war geprägt von persönlichen Geschichten, beeindruckendem Engagement und wertvollen Einblicken in den Alltag der Menschen.

Besonders die Begegnungen mit Neema, ihrer Mutter und den ehemaligen Schülern haben uns gezeigt, welche Bedeutung unsere Projekte für die Menschen vor Ort haben. Ein sicherer Platz im Internat, Zugang zu sauberem Wasser oder die Möglichkeit, eine gute Schulbildung abzuschließen, können entscheidende Veränderungen bewirken.

Wir nehmen viele bewegende Eindrücke mit nach Hause und die Gewissheit, dass nachhaltige Unterstützung weit über den Schulunterricht hinausgeht. Gemeinsam mit unseren lokalen Partnern, MitarbeiterInnen und SpenderInnen schaffen wir Perspektiven, die Generationen verbinden.

Vielen Dank an alle, die unsere Arbeit in Eroret unterstützen und diese Entwicklungen möglich machen!

 

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