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Projektreise nach Awasi: Gemeinsam Perspektiven schaffen

05.11.2026 | Kenia

Bildung, Gesundheit, sauberes Wasser und neue Zukunftsperspektiven – bei unserer Projektreise im Oktober 2026 nach Awasi in Kenia konnten wir erleben, wie unsere Projekte das Leben der Menschen vor Ort verändern. Besonders die persönlichen Begegnungen und Gespräche mit Familien, MitarbeiterInnen und Workshop-TeilnehmerInnen haben uns beeindruckt.

Mary Hill – ein Ort für Bildung, Gesundheit und Gemeinschaft

Unsere Projektarbeit in Awasi konzentriert sich auf das Gelände von Mary Hill. Hier befinden sich die Mary Hill Nursery School, das Mary Hill Community Center und ein solarbetriebener Wasserbrunnen. Rund 80 Kinder erhalten in der Nursery School frühkindliche Bildung und täglich zwei Mahlzeiten. Im Community Center finden regelmäßig Workshops zu Gesundheit, Frauenrechten, Kinderschutz, Landwirtschaft und wirtschaftlicher Selbstständigkeit statt. Ergänzend bieten wöchentliche Medical Camps den Menschen aus der Umgebung Zugang zu medizinischer Versorgung.

Während unserer Projektreise konnten wir uns persönlich von den Entwicklungen überzeugen und mit zahlreichen Menschen sprechen, die von diesen Angeboten profitieren.

Wissen, das Leben verändert

Wie wertvoll die Workshops sind, zeigte uns das Gespräch mit einer Teilnehmerin eines Kurses zum Thema geschlechtsspezifische Gewalt. Sie berichtete offen über frühere familiäre Konflikte und darüber, wie ihr das erworbene Wissen geholfen hat, schwierige Situationen besser zu bewältigen. Heute kennt sie auch konkrete Anlaufstellen, an die sie sich bei Problemen wenden kann. Die Konflikte innerhalb ihrer Familie haben sich nach eigenen Angaben deutlich reduziert.

Auch praktische Weiterbildungen eröffnen neue Perspektiven. In Nähkursen und landwirtschaftlichen Schulungen erwerben Frauen Fähigkeiten, mit denen sie ihre Familien unterstützen und langfristig eigenes Einkommen erzielen können.

Bei einem Hausbesuch lernten wir beispielsweise eine Mutter von sechs Kindern kennen, die nach einer landwirtschaftlichen Schulung Obst anbauen und durch Fischzucht zusätzliches Einkommen erwirtschaften möchte. Noch fehlen ihr dafür wichtige Voraussetzungen, insbesondere eine ausreichende Wasserversorgung und finanzielle Mittel. Ihr größter Wunsch ist es, ihren Kindern eine gute Ausbildung zu ermöglichen.

Sauberes Wasser und medizinische Versorgung

Wie wichtig der Zugang zu sauberem Wasser ist, wurde uns bei unseren Gesprächen erneut bewusst. Der 2025 errichtete, solarbetriebene Brunnen auf dem Mary-Hill-Gelände erleichtert vielen Familien die Wasserversorgung. Besonders Frauen und Mädchen, die häufig für das Wasserholen verantwortlich sind, profitieren von kürzeren Wegen. Gleichzeitig schafft Wasser neue Möglichkeiten für Landwirtschaft und Ernährungssicherheit.

Auch die medizinische Versorgung bleibt eine große Herausforderung. Die wöchentlichen Medical Camps auf dem Gelände von Mary Hill sind deshalb eine wichtige Anlaufstelle. Menschen aus der Umgebung erhalten dort medizinische Untersuchungen und Behandlungen. Ergänzend finden spezielle Einsätze unter anderem in den Bereichen Frauenheilkunde, Augen- und Zahnmedizin statt.

Kinderschutz und Aufklärung in der Community

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt ist die Arbeit unserer Sozialarbeiterin, Rain Workers und ehrenamtlichen Kinderschutz-Ansprechpersonen. Durch Workshops und Hausbesuche sensibilisieren sie Familien für Themen wie Kinderrechte, Gewaltprävention, Familienplanung und weibliche Genitalverstümmelung.

Dabei werden bewusst Frauen, Männer, Jugendliche und Eltern einbezogen. Die enge Zusammenarbeit mit der Community schafft Vertrauen und trägt dazu bei, gesellschaftliche Veränderungen langfristig zu fördern.

Begegnungen, die bleiben

Besonders die persönlichen Geschichten haben uns während unserer Projektreise bewegt. Die Gespräche und Hausbesuche zeigten uns, mit welchen Herausforderungen viele Familien täglich konfrontiert sind – aber auch, wie viel Eigeninitiative, Engagement und Hoffnung in der Community vorhanden sind.

Unsere Reise hat erneut verdeutlicht, wie eng Bildung, Gesundheit, Wasser und wirtschaftliche Selbstständigkeit miteinander verbunden sind. Ein Brunnen schafft neue Möglichkeiten, ein Workshop vermittelt wertvolles Wissen und eine Schule eröffnet Kindern bessere Zukunftschancen.

All diese Entwicklungen wären ohne unsere engagierten Projektpartner, MitarbeiterInnen und Ehrenamtlichen vor Ort sowie die Unterstützung unserer SpenderInnen nicht möglich. Gemeinsam schaffen wir Perspektiven, die weit über einzelne Hilfsmaßnahmen hinausreichen.

Vielen Dank an alle, die unsere Arbeit in Awasi unterstützen und diese Entwicklungen möglich machen!

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Gemeinsam schaffen wir Chancen die bleiben.

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