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Projektreise nach Bangladesch und Indien

Gemeinsam mit Dr. Christian Gross und Dr. Christian Gruber aus dem Vorstand waren wir auf Projektreise in Bangladesch und Indien.

Gemeinsam mit Dr. Christian Gross und Dr. Christian Gruber aus dem Vorstand (sind auf eigene Kosten gereist) waren wir Ende März 2024 zwei Wochen lang auf Projektreise in Bangladesch und Indien, um den aktuellen Stand unserer Projekte zu überprüfen und neue Anforderungen mit unseren lokalen Partnern vor Ort zu besprechen.

Unser Hauptanliegen während unseres Aufenthalts in Dhaka war die Erweiterung unseres medizinischen Projekts um eine mobile clinic. Viele SlumbewohnerInnen können unser medical center im Trainingcenter in Manda, das sich in der 20 Millionen Stadt Dhaka befindet, nicht erreichen, da die Wege zu lang und zu kostspielig sind. Daher haben wir verschiedene Standorte in verschiedenen Slumgebieten ausgewählt, um dort regelmäßige Behandlungen anzubieten. Unser Ärzteteam besteht aus einer Krankenschwester, die sich um die Aufnahme und Voruntersuchungen kümmert, einem einheimischen Arzt, der die PatientInnen behandelt, und einem Apotheker, der die notwendigen Medikamente bereitstellt.

Ab Herbst 2024 planen wir, interessierte ehrenamtliche Einsatzärztinnen und -ärzte aus Österreich als zusätzliche Team-Unterstützung zu entsenden. Die Behandlungen kosten umgerechnet etwa 25 Cent, wobei Schülerinnen und Schüler unserer Schulen etwas weniger zahlen müssen. Selbstverständlich werden auch PatientInnen behandelt, die sich die 25 Cent nicht leisten können – niemand wird unbehandelt weggeschickt. Das Team ist von Samstag bis Donnerstag unterwegs und behandelt bis zu 50 PatientInnen pro Tag, hauptsächlich Frauen, Kinder und ältere Menschen, die sich sonst keine medizinische Behandlung leisten könnten.

In Bangladesch ist Freitag aufgrund der muslimischen Tradition ein freier Tag. Einer unserer Standorte für die mobile clinic ist beispielsweise im Slum Korail, wo etwa 300.000 Menschen unter prekären Bedingungen leben.

Während unseres Besuchs haben wir auch unsere Schulen besucht. Aufgrund des laufenden Ramadans findet der Unterricht verkürzt statt. Die Schülerinnen und Schüler bekommen aber trotz des Fastens ihre warme Mahlzeit, die sie mit nach Hause nehmen können.

Im Trainingcenter fanden zum Zeitpunkt unseres Besuchs zahlreiche Kurse statt, darunter Schneider-, Elektriker-, Friseur- und Computerkurse. Besonders beliebt sind die Computerkurse mit einer Vielzahl von Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Wir hatten die Ehre, den aktuellen AbsolventInnen ihre Zertifikate zu überreichen und in viele stolze und glückliche Gesichter zu blicken.

Ich hatte auch die Gelegenheit, unsere Stipendiatinnen persönlich kennenzulernen. Einige von ihnen besuchen derzeit das College, andere die Universität. Die Lehrerin Raina von unserer Schule in Manda ist verantwortlich für das Stipendienprogramm und Ansprechpartnerin für die Mädchen – nicht nur in schulischen Fragen, sondern auch bei Gesprächen mit den Familien, um sicherzustellen, dass die Mädchen ihre Ausbildung abschließen können. Es war inspirierend zu sehen, wie das Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen der Mädchen durch ihre schulische Ausbildung wächst. Sie erzählten von ihren beruflichen Träumen und Selbstzweifeln – der Austausch untereinander hilft ihnen sehr, die Herausforderungen zu meistern.

Auch in unserer Schule in Indien waren alle SchülerInnen und LehrerInnen sehr motiviert. Vor Ort besprachen wir den Bau einer neuen Feuertreppe.

Beim Besuch im Ashram-Altersheim außerhalb von Kolkata sprachen wir über die Notwendigkeit von Renovierungsarbeiten sowie den Anbau einer Küche und eines Aufenthaltsraums. Die Bewohnerinnen und Bewohner sind sehr dankbar, einen so friedlichen Ort für ihren Lebensabend gefunden zu haben. In Indien gibt es keine staatlichen Altersheime, und wenn sich die Kinder nicht um die Älteren kümmern können oder nicht mehr da sind, kommen die Seniorinnen und Senioren an ihrem Lebensabend oft in Notsituationen und werden obdachlos. Bei uns finden sie nicht nur einen Schlafplatz, sondern auch Essen, medizinische Versorgung und vor allem eine unterstützende Gemeinschaft.

Nochmals vielen Dank an alle Unterstützerinnen und Unterstützer, denn ohne Sie wären all diese Projekte und die so wichtige Hilfe für die Menschen in unseren Projektländern nicht möglich. Ihre Großzügigkeit und Ihre Spenden machen einen bedeutenden Unterschied im Leben vieler Menschen!

Herzliche Grüße,

Isabella Röhrich

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