Schillerstraße 30, 5020 Salzburg

Einsätze im Jahr 2017

Aus jedem Bundesland hatten wir im vergangenen Jahr Einsatzärzte. Woher sie kommen und wohin sie gingen lesen Sie hier!

2017 gingen elf ÖsterreicherInnen unter dem Dach von German – Austrian Doctors in den medizinischen Hilfseinsatz. Junge, frisch pensionierte und auch langjährig erfahrene MedizinerInnen schenkten ihre Zeit und ihr wertvolles Wissen den Ärmsten der Armen. Wo? In den überfüllten Slums der Großstädte dieser Welt und in abgelegenen Gebieten, wo es außer uns keine medizinische Hilfe gibt. In Indien, Bangladesch, Kenia, Sierra Leone und auf den Philippinen waren sie im Einsatz.

Gemeinsam mit dem einheimischen Team, bestehend aus ApothekerInnen, GesundheitsarbeiterInnen und ÜbersetzerInnen begegnen sie den oft verwahrlosten Patienten, um denen zu helfen, die sonst keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben. Die lokalen Mitarbeiter bilden die Brücke zu unserer Zielgruppe. Sie kennen deren Sprache, Kultur, Religion und Brauchtum.

Wir dürfen vorstellen, die Austrian Doctors im Einsatz 2017:

Julia Bösch aus Lustenau, 36 Jahre, Fachbereich Gynäkologie
Lukas Gamillscheg aus Graz, 30 Jahre, Fachbereich Innere Medizin
Christian Gross aus Anthering, 71 Jahre, Fachbereich Kinder- und Jugendmedizin
Christian Gruber aus Oberalm, 54 Jahre, Fachbereich Innere Medizin
Hartwig Maurer aus Salzburg, 68 Jahre, Fachbereich Kinder- und Jugendmedizin
Susanna McAllister aus Neunkirchen, 69 Jahre, Fachbereich Allgemeinmedizin
Rosemarie Pichler aus Wien, 64 Jahre, Fachbereich Allgemeinmedizin und Lungenheilkunde
Brigitte Ritzer aus Salzburg, 73 Jahre, Fachbereich Allgemeinmedizin
Kathrin Sickau aus Laufen (und Salzburg), 33 Jahre, Fachbereich Allgemeinmedizin
Philipp Schumpp aus Garmisch Patenkirchen (und Innsbruck), 33 Jahre, Fachbereich Allgemeinmedizin
Emil Stern aus Bodensdorf, 68 Jahre, Fachbereich Kinder- und Jugendmedizin
Im Rahmen von Netzwerktreffen versuchen wir unsere Fühler von Salzburg aus auch in die restlichen Bundesländer auszustrecken. So versuchen wir österreichweit mehr Bekanntheit zu erlangen und mehr UnterstützerInnen zu finden, um weiterhin qualitativ hochwertige Projekte finanzieren zu können. Die Flugkosten tragen die EinsatzärztInnen immer mindestens zur Hälfte selbst.

So haben in den vergangenen 30 Jahren etwa 3000 ehrenamtliche Ärztinnen und Ärzte an die 6000 Einsätze geleistet, das sind ca. 12 Millionen kostenlose Behandlungen über all die Jahre, wenn man die Tatsache zugrunde legt, dass sich ein Arzt im Auslandseinsatz um 60 bis 100 Patienten pro Tag kümmern kann.

Die Einsätze sind spannend, abenteuerlich und sicher nicht immer einfach. Neben der körperlichen Anstrengung durch die schwierigen Umstände an den Standorten kommt die mentale Belastung, das hautnahe Erleben der extremen Armut hinzu. Nach sechs Wochen haben die Austrian Doctors viele Geschichten im Gepäck – schöne und weniger schöne aber in jedem Fall erzählenswerte.

Um sich über diese Geschichten auszutauschen, Erlebnisse zu teilen und über unbekannte Projekte zu erfahren trafen wir uns im letzten Jahr zweimal in Salzburg, einmal in Wien und einmal in Innsbruck. In der Form eines lockeren Treffens ist auch jeder Willkommen der in Zukunft plant einen Einsatz zu machen oder auch Nicht-Mediziner, die an der Arbeit von Austrian Doctors interessiert sind.

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