Philippinen: Mindoro, Cebu und Mindanao

Immer wieder suchen Naturkatastrophen die Philippinen heim und zerstören das, was in mühevoller Arbeit aufgebaut wurde. Die Inselgruppe liegt in einem Taifungebiet und beherbergt aktive Vulkane. Außerdem muss in der Region mit Erd- und Seebeben gerechnet werden. Die Wirtschaft weist die für Entwicklungsländer typische Zweiteilung auf: Einerseits gibt es moderne Industriezweige und einen boomenden Dienstleistungssektor, auf der anderen Seite Armut und Subsistenzwirtschaft. Die Ungleichheit bei der Einkommensverteilung ist auf den Philippinen sehr groß. Unsere Arbeit unterstützen unsere fest angestellten einheimischen Mitarbeiter, freiwillig arbeitende „Volunteer Healthworker“ und staatlich angestellte Hebammen, die in kleinen Gesundheitszentren und Armenhospitälern dauerhafte basismedizinische Versorgung anbieten.

Mindoro und Manila: Von der Hauptstadt auf die Nachbarinsel

In Manila haben wir unsere Arbeit auf die Bekämpfung der Tuberkulose reduziert, da die staatliche Gesundheitsversorgung sich in den letzten Jahren stark verbessert hat. Anders ist die Situation auf der kleinen Nachbarinsel Mindoro. Der Besuch unserer Doctors mit ihren „Rolling Clinics“ in den verarmten und abgelegenen Dörfern ist für die Inselbewohner meist die einzige Möglichkeit, sich von einem Arzt behandeln zu lassen.

Cebu: Einsatz bei den „Müllmenschen

In Cebu versorgen wir diejenigen medizinisch, die am Rande der Gesellschaft im wahrsten Sinne des Wortes vom Müll der Großstadt leben. Nach einem festen Wochenplan fahren wir verschiedene Punkte in den Slums mit unseren mobilen Ambulanzen an. Häufig behandeln wir Hauterkrankungen, die sich die Menschen bei ihrer Arbeit auf den Müllbergen zuziehen. 


Mindanao: Armut im Paradies

Die Menschen im bergigen Hinterland Mindanaos leben unter einfachsten Bedingungen und ohne Gesundheitsversorgung. Mit einem Netz von Rolling Clinics und der Möglichkeit, Schwerkranke und unterernährte Kinder in unsere eigenen Armenhospitäler einweisen zu können, sorgen unsere Doctors dafür, dass diesen Menschen in ihrem Überlebenskampf wenigstens medizinisch geholfen wird. Immer begleitet auch ein Zahnarzt die mehrtägige Tour der mobilen Ambulanz auf Mindanao. In unserem Aktionsgebiet leben über zwei Millionen Menschen unterhalb der Armutsgrenze. Das bedeutet sie haben weniger als  $1 / Tag zum (Über)Leben.

Jede Spende hilft!

Mit einer Unterstützung von 100 Euro ist die stationäre Behandlung eines erkrankten Kindes in einem unserer Krankenhäuser auf Mindanao gesichert.

Aktuelles aus Mindanao

Daten & Fakten

Projektbeginn: 1985

Anzahl Ärzte zurzeit: Zehn deutsche Ärztinnen/Ärzte, darunter immer auch ein Zahnarzt.

Einsätze: 94 unentgeltliche Einsätze im Jahr 2015. Von 1985 bis Ende 2015 wurden von den Ärztinnen/Ärzten insgesamt 1.976 unentgeltliche Einsätze durchgeführt.

Patientenkontakte: Jährlich werden auf Mindanao über 130.000 Behandlungen vorgenommen.

Partner: Die German Doctos sind eine offiziell in den Philippinen registrierte Nichtregierungsorganisation. Wir arbeiten eng mit dem College of Medicine der Xavier University in Cagayan de Oro (CdO) zusammen.

Struktur: Drei Armenhospitäler, vier Rolling Clinics zur Versorgung der Landbevölkerung und Ausbildung von Gesundheitsarbeitern.

Einsatzgebiet(e): Rolling Clinics in den Provinzen Misamis Oriental, Bukidnon, Marilog District (Davao City) und Arakan (North Cotabato), sowie Armenhospitäler mit Ambulanzen in den Städten Cagayan de Oro und Valencia sowie in der abgelegenen Ortschaft Buda.

Häufigste gesundheitliche Probleme: Erkältungen, Hauterkrankungen, Tuberkulose.

Schwerpunkte: Basismedizinische Hospitäler in Buda, Cagayan de Oro und Valencia. Vermittlung von grundlegendem Wissen zu den Themen Gesundheit, Hygiene und gesunde Ernährung in sogenannten Family Health Classes. Schwangerenbetreuung und Geburtshilfe. Ausbildung von Gesundheitsarbeitern. Basismedizinische und zahnärztliche Versorgung der ländlichen Gebiete durch die Rolling Clinics.