Eroret Preparatory School, Massai Schulprojekt Kenia

Seit 2017 sind Austrian Doctors Partner der Eroret Preparatory School in Loodoariak, Kenia. Die Schule ist aus einer Gemeinschaftsinitiative im Jahre 2001 entstanden. Wegen der steigenden Notwendigkeit, Bildung in der benachteiligten Massai-Gemeinschaft zu fördern, empfanden die Mitglieder der Gemeinschaft es für notwendig, eine Grundschule in unmittelbarer Nähe zu gründen. Die Leitung der Schule obliegt John Kintalel, einem Massai, der als einer von 10 Kindern als einziger zur Schule gehen durfte. Er erkannte die Möglichkeiten zu einem selbstbestimmteren Leben dank einer Grundausbildung. So entstand sein Wunsch und die Motivation, durch Bildung auch seinen Landsleuten eine Lebensverbesserung zu ermöglichen.

Die Schule

Die Schule liegt in Loodoariak, Kajiado West Constituency in Ngong Division ca. 3 Stunden von Nairobi entfernt. Mehr als 200 Schüler und Schülerinnen besuchen die Eroret Preparatory School täglich. Einmal pro Tag bekommen die SchülerInnen eine nahrhafte warme Mahlzeit.

Teil des regulären Unterrichts ist auch Gärtnerei. Der Grund der Schule benachbart ein eigenes Feld. Dort lernen die Schüler und Schülerinnen den lokalen Begebenheiten und der Jahreszeit entsprechend Gemüse anzubauen. Zusätzlich zu praktischen Fähigkeiten wird auch Aufklärungsarbeit vor allem zum Thema FGM geleistet.Hierfür arbeiten wir seit 2018 gemeinsam mit Aktion Regen daran, die Menschen in der Region über Familienplanung, sexuelle Gesundheit und die Rechte der Frauen aufzuklären.

Die Lebensbedingungen

Unsere Schule befindet sich in der Region Kajiado, welche an Tansania grenzt. Die meisten Bewohner dieser Region gehören zum Stamm der Massai und leben als Halbnomaden und Halbnomadinnen. Die Massai in dieser Region leben Großteils von der Viehzucht. Fließend Wasser gibt es nicht, Strom nur in wenigen Haushalten. Die Region ist stark vom Klimawandel und den dadurch resultierenden Dürren betroffen, dies hat in den letzten Jahren immer öfter dazu geführt, dass die Massai die Viehherden verkleinern und andere Möglichkeiten finden müssen, um ihre Familien zu ernähren. Hier ist vor allem die Möglichkeit auf Bildung eine Chance für die junge Generation.

Die Genitalverstümmelung (FGM) von Frauen zählt bei den Massai zur Kultur. In Kenia ist sie gesetzlich Verboten und trotzdem ist die Rate an genital verstümmelten Mädchen und Frauen sehr hoch. Um Mädchen und Frauen davor zu bewahren, werden Sie auch in unserer Schule über ihre Rechte und Möglichkeiten unterrichtet.