Kenia

Nairobi

Viele Kenianer werden durch Klimaextreme und Stammesunruhen in die großen Städte wie Nairobi getrieben. Sie landen in riesigen Slums. Der Mathare Valley Slum, indem unser Baraka Health Center liegt, ist der zweitgrößte Slum von Nairobi, dessen Einwohnerzahl auf etwa 430.000 Menschen geschätzt wird. Die Menschen dort gehören zu der Bevölkerungsschicht mit dem niedrigsten Einkommen der städtischen Gegenden in Kenia. Wer in Mathare lebt, ist täglich von Tod, HIV/Aids und Gewalt umgeben.

Mehr als 1.000 HIV Infizierte erhalten von uns im Baraka Health Center regelmäßig lebensverlängernde und - rettende Medikamente. Wie in allen Projekten leisten die anwesenden German- und Austrian Doctors auch basismedizinische Versorgung. Zusätzlich zur medizinischen Arbeit beraten wir die Erkrankten und organisieren Selbsthilfegruppen sowie Aufklärungskampagnen und Fortbildungen zu Gesundheitsthemen.

Viele Kinder sind mangel- oder fehlernährt. Daher bieten wir in einem „Feeding Centre“ verschiedene Ernährungsprogramme an. Neben der Ausgabe von Nahrungsmitteln spielt auch die Familienhilfe eine wichtige Rolle: So bieten wir Schulungen für Mütter zu Themen wie Stillen, Ernährung mit preiswerten, lokal verfügbaren Nahrungsmitteln und Hygiene an.

Um möglichst viele Kinder aus dem Slum zum Schulbesuch zu motivieren, finanzieren wir zudem eine tägliche warme Mahlzeit in zwei der Slumschulen.

 

Neues Projekt in Athi River

Die Wellblechhütten entlang des Flusses Athi River haben kein Abwassersystem, nur selten Strom und es fehlt an sauberem Trinkwasser. Insbesondere die sanitäre Situation ist problematisch. Perspektive gibt es wenig, denn die meisten Menschen verfügen, wenn überhaupt, nur über ein geringes Einkommen als Tagelöhner. Mehr Infos hier.

 

Jede Spende hilft!

6 schwer erkrankte Malaria-Patienten können mit 180 Euro stationär behandelt und geheilt werden.

Aktuelles aus Nairobi

Daten & Fakten

Projektbeginn: 1997

Anzahl Ärzte zurzeit: Fünf deutsche Ärztinnen/Ärzte.

Einsätze: 45 unentgeltliche Einsätze im Jahr 2018. Von 1997 bis heute wurden von den Ärztinnen/Ärzten insgesamt 886 unentgeltliche Einsätze durchgeführt.

Patientenkontakte: Jährlich werden in Nairobi über 65.000 Behandlungen vorgenommen.

PartnerGerman Doctors Nairobi ist seit 2012 registriert als Träger mit eigener Rechtspersönlichkeit. Das HIV-Programm arbeitet sehr eng mit der Christian Health Association of Kenya zusammen. Für die zahnärztliche Versorgung kooperieren wir mit den Dentists for Africa.

Struktur: Die sechs Ärzte arbeiten in einer festen Ambulanz im Mathare-Valley-Slum, dem Baraka Health Center.

Einsatzgebiet(e): Mathare Valley, der zweitgrößte Slum Nairobis, dessen Einwohnerzahl auf etwa 430.000 Menschen geschätzt wird.

Häufigste gesundheitlichen Probleme: HIV/Aids und Begleiterkrankungen dieser Infektionskrankheit, Tuberkulose, Malaria, Magen-Darm-Erkrankungen, Lungenentzündungen, Diabetes, Asthma, Unterernährung.

Schwerpunkte: Neben der allgemeinmedizinischen Behandlung liegt ein besonderes Augenmerk auf der Arbeit mit HIV-Infizierten und Aids-Kranken. Da Unterernährung wesentlich zur Kindersterblichkeit beiträgt, stellt das Ernährungsprogramm eine wichtige Komponente des Nairobi-Projekts dar.